Er war irgendwie aufregend, der Einstieg in den vorgezogenen Bundestagswahlkampf. Und es wurde zumindest temperaturmäßig ein Start in einen Winterwahlkampf. Dies galt indes nicht für die Aufgeschlossenheit der Menschen, die wir ansprachen. Hatten wir zunächst gemutmaßt, dass die Wählerinnen und Wähler wegen der Kälte eher schnell wieder nach Hause wollten oder wegen des Ampelzwists eher abweisend sein würden, stellte sich die tatsächliche Lage anders dar: Die Meisten blieben bereitwillig stehen, diskutierten und fragten. Die Gespräche waren freundlich und zugewandt. Kurzum, die Gesprächsbereitschaft und der Gesprächsbedarf waren ziemlich groß. Sehr erfreulich war: Die allermeisten lehnten die extremen Rechten ebenso ab wie die Pseudo-Linken mit starkem Rechtshau. Zwar waren die Gesprächspartnerinnen und -partner hinsichtlich ihrer Parteipräferenz noch unentschieden, zur Wahl gehen wollen sie auf jeden Fall.
Im Rahmen unseres ersten Wahlkampfstandes
vor dem Kerweplatz in Rohrbach wurden immer
wieder lange Gespräche geführt, mit Einzelper-
sonen wie auf unserem Foto mit unserem
Kandidaten Tim Tugendhat (rechts).
Unsere erste Wahlkampfaktion am Rohrbacher Kerweplatz begann jedoch erstmal mit einem Schrecken: Unser Genosse Stephan wurde auf dem Weg zum Kerweplatz leider von einem Auto vom Fahrrad geholt und musste erstmal ins Krankenhaus gebracht werden. Dort stellte sich glücklicherweise heraus, dass es zu keinen gravierenden Verletzungen gekommen ist.
Gute Besserung Stephan!!!
Nachdem der Unfall einigermaßen verdaut und Entwarnung gegeben worden war, ging es so richtig los mit dem Wahlkampf auf dem Kerweplatz. Und die Resonanz war erstaunlich positiv, wozu nicht zuletzt eines unserer Erkennungszeichen beitrug: Unsere roten SPD-Mützen, die alle SPD-Wahlkampfhelferinnen und -helfer trugen.
Auch Tim Tugendhat, unser SPD-Kandidat für den Wahlkreis Heidelberg-Weinheim (der Wahlkreis 274 umfasst den Stadtkreis Heidelberg und vom Rhein-Neckar-Kreis die Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Eppelheim, Heddesheim, Hemsbach, Hirschberg an der Bergstraße, Ilvesheim, Ladenburg, Laudenbach, Schriesheim und Weinheim), schaute bei uns auf dem Kerweplatz vorbei und brachte sich in die Diskussionen über Rente, Krieg, Trump, Bundeswehr und viele weitere Themen ein. Zudem erläuterte er, welche Erfolge die vielgescholtene Ampelkoalition trotz aller öffentlich ausgetragenen und unsinnigen Streitereien zu verzeichnen hatte und konnte den Interessierten auch deutlich machen, wofür die SPD steht:
Zukunftsinvestitionen statt Schuldenbremse
gerechte Löhne und gerechte Steuern
eine wehrhafte Demokratie
Und mit Blick auf die Mitbewerber um das Mandat im Bundestag, machte er auch deutlich, dass die CDU/CSU laut ihrem eigenen Wahlprogramm die Millionäre und Milliardäre entlastet und nicht die normalverdienenden Menschen, auf deren Leistungen die Wirtschaftskraft Deutschlands beruht. Das hat die SPD nicht einfach so behauptet, vielmehr hat sich das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Süddeutschen Zeitung die Wahlprogramme der Parteien vorgenommen und ist genau zu diesem Schluss gekommen. Siehe die Grafik "Millionen statt Millionäre" in unserer Spalte rechts.
Wir fanden es schön, mit den Wählerinnen und Wählern zu sprechen und zu diskutieren - und die hoffentlich auch! Aus unserer Sicht ein gelungener Auftakt, dem wir gerne am kommenden Samstag am selben Ort und zur selben Zeit eine erfolgreiche Fortsetzung folgen lassen werden!